Willkommen in der Bresche

Willkommen auf diebresche.org

diebresche.org bietet theoretische Inputs, Analysen, Kommentare und Rezensionen rund um Soziale Bewegungen, Demokratietheorie, Demokratiekritik, politische Technik/Medienphilosophie und überhaupt politische Theorie mit Konzentration auf poststrukturalistische Theorien. Regelmäßig werden Bücher und Texte rezensiert, philosophische Theorien nachgezeichnet und theoretische Fragestellungen diskutiert.

diebresche.org stellt den Versuch dar, Gedanken, Überlegungen und Thesen die ich im Rahmen meiner Dissertation am Institut für Philosophie in Wien bearbeite zu dokumentieren. Der Forschungsprozess soll damit bis zu einem gewissen Grade transparent gemacht werden, um einerseits meine Zwischenergebnisse zur Verfügung zu stellen und um Diskussionen, Kommentare und Feedback auch in meine Dissertation einbauen zu können.

Warum die „Bresche“?

Im Zuge der Proteste des Mai 1968 in Paris prägte Daniel Cohn-Bendit den Begriff „la breche“. Eine Bresche schlagen bedeutet in die Ordnung anzugreifen, die Herrschaft in Frage zu stellen, Protest zu wagen. Widerstand zu üben, der nicht einfach nur Reaktion auf Repression ist, sondern vielmehr neue Pfade abseits des Gewohnten schafft. Eine Bresche zu schlagen bedeutet die Ideologie des „there is no alternative“ zu unterwandern, und aufzuzeigen dass es immer Alternativen, immer andere WEge, immer andere Möglichkeiten gibt, selbst und vor allem wenn sie in der aktuellen Ordnung als unmöglich erscheinen mögen. Eine Bresche zu schlagen heißt nicht zuletzt immer etwas zu hinterlassen, denn selbst wenn die Proteste an Momentum verloren haben, selbst wenn die besetzten Plätze geräumt, die AktivistInnen verstreut worden sind, selbst wenn die Politik so tut als wäre nie etwas passiert und die mediale Aufmerksamkeit zum nächsten schlagzeilen-machenden Ereignis weitergezogen ist können wir uns doch sicher sein, dass die Bresche so schnell nicht geschlossen werden kann. Die Ordnung wird sich wiederherstellen und doch bleiben Spuren des Geschehenen.
Denn was Claude Lefort über die Proteste von 1968 schrieb trifft auch für heutige Proteste zu:

„Einige Tage reichten aus, um dem Mythos der Rationalität des vorhandenen Systems und der Legitimität der Machthaber einen Riss zuzufügen. Nur einen Riss? Vielleicht … Aber die Spur dieses Risses wird bleiben, auch nachdem der Schleier neu gewebt worden ist.“

mehr zu Claude Lefort und dem Begriff der Bresche kann in meinem Blogpost dazu nachgelsen werden.

mehr zum Blog und meiner Person gibts im About

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