Technoecologies of Borders – Australian Feminist Studies Vol 32/2017

From a feminist technoecological perspective on borders, therefore, the phrase for earthly survival today might very well be: ‘Whoever is here, is from here’.

Recently I published with my dear colleague Josef Barla a new paper called Technoecologies of Borders: Thinking with Borders as Multispecies Matters of Care in the peer review journal Australian Feminist Studies, Volume 32/2017.

The paper is available open access and tries to develop what we call a technoecological perspective on current border politics from a feminist and posthuman perspective. After a theoretical part on solidarity, matters of care and what Deleuze and Guattari call the „Mechanosphere“, we develop our perspective following two case studies, one on the necropolitics on border-thinking in the rightwing but also „eco-conservative“ discourses on alien species and how to deal with them, and in the second case study we look at a problematic experimental border politics that tried to define the „original country“ of refugees through DNA and isotope analysis, connecting the bodies of refugees with geological markers. In the conclusion we argue for a transversal solidarity from a posthuman perspective to fight against these new intensifications of borders by scientific and technoecological means.

The paper can be read here, and is open access.

The abstract of our paper reads as follows:

Abstract

Reading Félix Guattari’s concept of ecology through feminist accounts of care and solidarity, and vice versa, in this article, we propose the concept of feminist technoecology as a speculative mode of thinking with borders. Rather than considering borders as lines on maps or primarily as physical arrangements, we argue that feminist technoecology allows for an understanding of borders as multispecies matters of care where cuts that matter are enacted, and precisely therefore calls for transversal solidarity and care that goes beyond the human. Turning to two stories revolving around the naturalisation of borders, bodies, and territories, we demonstrate that a technoecological take on borders not only fundamentally questions an a-priori distinction between technology, ecology, geology, politics, bodies, and a more-than-human world, but also foregrounds different modes of attentiveness with regard to questions of care, nativity, and mattering.

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Alien Introspection – Future of Demonstration

In November 2017 our interdisciplinary research group H.A.U.S. (Humanoids in Architectural and Urban Spaces) worked together wit Laboria Cuboniks (authors of the Xenofeminism-Manifesto) on a heterogeneous performance evening, including Video-Installations, Theatrical AI, Robotics and a Sound Installation. The evening was part of the first edition of the Future of Demonstration, a experimental trans medial Art/Science Festival in Vienna.

Below you can find the Abstract for this evening as well as the HD-Livestream of the event, which was professionally directed and broadcasted live Lesen Sie mehr »

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Eine Trilogie zu A.I.

In diesem kurzen Blogpost möchte ich auf zwei publizierte Texte von mir und einem Vortrag hinweisen, die alle drei rund um die Auseinandersetzung mit A.I. – Artificial Intelligence kreisen und die aufeinander aufbauen und nahezu als Trilogie gelesen werden könnten. Alle drei Texte wurden gemeinsam mit Oliver Schürer verfasst und sind Teil einer größeren Forschungsarbeit in der interdisziplinären Forschungsgruppe zu Humanoiden Robotern H.A.U.S., der ich angehöre.

A.I. – Artificial Intuition (GfK-Magazin)

theconversation.com

In „Ein Detektiv, das Go und die Intuition“ für das GfK-Magazin im Jänner 2017, welches hier online gelesen werden kann, haben wir, dem Schwerpunkt der Ausgabe folgend, nach dem Zusammenhang von A.I. und Nichtwissen gefragt. Den Entwicklungen von Deep Learning, besonders in Bezug zu Go-Computern (Google Deep Mind vor allem), folgend, reformuliert dieser Artikel A.I. als Artificial Intuition. Dabei ist es insbesondere das Nichtwissen, Lesen Sie mehr »

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Perecs Text-Maschine

Im politisch ereignisreichen Jahr 1968, gab der saarländische Rundfunk ein experimentelles Hörspiel bei einem der vielversprechendsten Autoren Frankreichs, nämlich Georges Perec, in Auftrag. Der saarländische Rundfunk war damals an experimentellen Projekten höchst interessiert und versuchte insbesondere Fragen von technologischer Ästhetik zu bearbeiten (vgl. Klippert in Perec 1972, 81). Im Rahmen dieses Interesses wurden eine Reihe spannender Auftragswerke produziert, insbesonders durch die guten Verbindungen zu experimentellen Literatur Frankreichs, wurden in Deutschland noch unbekannte AutorInnen einem deutschsprachigen Publikum nähergebracht. Georges Perec, der damals noch hauptberuflich als Dokumentarist am Pariser Institut für Neurophysiologie arbeitete, und im Archv bereits mit Computern arbeitete, war von dieser neuen Technologie und ihrer Arbeitsweise höchst fasziniert. Als jüngstes Mitglied der „Werkstatt für potentielle Literatur“ (Oulipo) beschäftigte er sich ausführlich mit sprachlichen Strukturen, formalisierter Lyrik und Sprachexperimenten.

Poesie-Maschine

Die Maschine, simuliert die Arbeitsweise eines Computers, oder zumindest wie die Arbeitsweise in 68 imaginiert wurde, dabei wird jedoch vor allem die Sprache selbst thematisiert. Als Basis des Experiments dient Lesen Sie mehr »

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Für eine Grammatik der stotternden Stille – Polylog 35

„Wer in einer Masse, die vorwärts drängt, stehenbleibt, leistet so gut Widerstand, als trät‘ er ihr entgegen.“ (Robespierre über Danton; Georg Büchner: Dantons Tod)

Mit diesem Blogpost sei auf den im Polylog 35 erschienen Artikel: „Für eine ‚Grammatik der stotternden Stille‘. Interkulturelle politische Kunst zwischen Immobilität und Bewegungen“ hingewiesen (hier gratis downloadbar). Der Artikel ist die deutsche und erweiterte Version eines Vortrags, den ich in Ghent im Rahmen der DARE-Konferenz (Deleuze and Artistic Research) 2015 gehalten habe. In diesem Artikel entwickle und beschreibe ich drei verschiedene ‚Figuren‘, wie sie in aktuellen Sozialen Bewegungen zu finden sind, alle drei agieren dabei im Zwischenbereich von Kunst und Widerstand. Wenn, wie Gilles Deleuze schreibt, zwischen politischem Widerstand und dem kreativen, künstlerischen Akt eine „grundlegende Affinität“ besteht, so sollen die drei in diesem Artikel versammelten Figuren diese Affinität veranschaulichen und vielleicht Aufschluss über das geben, was ich gegen Ende des Artikels als „Grammatik der stotternden Stille“ Lesen Sie mehr »

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Refusing movement/s – Paper at DARE-Conference

Anybody who stands still in a forward-moving crowd is just as big a hindrance as if he moved against the crowd. (Robespierre in Büchner’s Danton’s Death)

The paper „Refusing movement/s. Reflections on the ‚intra-actions‘ of current social movements and art“ was presented at the DARE (Deleuze and Artistic Research) Conference 2015 in Ghent. Here in this blogpost you can find the abstract of the talk as well as the Video of the full presentation.
A longer German version of this paper was published in Polylog, for more information see this Post.

Abstract

On 17 June 2013, the very day the Turkish government prohibited demonstrations in Istanbul in reaction to the occupation of Gezi Park, Erdem Gündez, a Turkish artist and activist, became, what is now known as one of the most prominent “figures” of the Gezi Park movement, namely the “standing man.” Simply standing in the middle of Taksim square, facing the Atatürk Cultural Centre, not moving, not shouting, not doing anything but standing there for hours. At first his presence went unnoticed, but after some time more and more people not only were interested but also joined Gündez until the police banished them from the square and arrested a number of people. The “standing man” was a performance as well as a political act, Lesen Sie mehr »

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„Die Mitte ist reißend, die Mitte ist dividuell“

Rezension zu Gerald Raunigs „Dividuum“

Rezension: Gerald Raunig (2015): Dividuum. Maschinischer Kapitalismus und molekulare Revolution (Band 1). Wien: transversal texts.

Dieses Buch kann nicht nur in gedruckter Form erworben werden sondern als Ebook und PDF auf der Homepage des Verlages gratis heruntergeladen werden.

Die Individuen sind ‘dividuell’ geworden, und die Massen Stichproben, Daten, Märkte oder ‘Banken’. (Deleuze — Kontrollgesellschaftsaufsatz, 258)

So schreibt Gilles Deleuze in seinem kurzen und viel zitierten Text Postskriptum über die Kontrollgesellschaften von 1990. Das „dividuell“ werden der Individuen soll dabei darauf hinweisen, dass in der Logik der Kontrollgesellschaften Statistiken, Datenbanken, Wahrscheinlichkeiten schlicht all das was wir heute leichtfüßig unter „Big Data“ verstehen vorherrschend sind. Zu jeder Krankheit Lesen Sie mehr »

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Lektürewerkstatt: Anarchistische Philosophie I

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Am Samstag den 30.Mai trifft sich zum ersten Mal die »Arbeitsgruppe für Anarchistische Philosophie« zu einer gemeinsamen Textlektüre. Das Ganze wird im NIG in Wien stattfinden und soll dabei mehr als eine bloße Textbesprechung sein, diskutiert werden soll auch über Sinn, Form und Nutzen von Beschäftigung mit anarchistischer Philosophie, über die Interessen und welche Texte und Theorien in Zukunft Gegenstand der Lektürewerkstatt sein könnten, sowie über die Möglichkeiten der praktischen Umsetzbarkeit des Gelesenen. Lesen Sie mehr »

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Die Folgen von unibrennt sind auch Erfolge

Dieser Post ist der letzte Teil der Serie unibrennt wird 5 — Ein Rückblick in 4 Teilen

Dass unibrennt keinesfalls einfach als gescheitert zu beurteilen ist, habe ich in einem vorangegangenen Blogpost bereits4203550910_318521d853_z ausgeführt, doch was hatte unibrennt für Folgen? Auf die negativen Effekte, seien es zusätzliche Kosten oder sonstige vorgebrachte Vorwürfe an unibrennt wird allerorts gerne eingegangen. Genauso werden die zahllosen Verschlechterungen auf den Hochschulen als Indiz eines Scheiterns von unibrennt wahrgenommen und Verschlechterungen gab es tatsächlich zu genüge: von der nahezu restlosen Durchsetzung des Bologna-Systems und den damit einhergehenden sozialen Aussiebungen, der Verschulung der Uni, dem Einschränken der freien Wahlfächer bis hin zu Kürzung der Familienbeihilfen, Zerstörung der außeruniversitären Forschungseinrichtungen durch Streichung aller Mittel mit dem gleichzeitigen Aushungern der Universitäten, der immer intensiver werdenden Prekarisierung junger WissenschaftlerInnen und Lehrenden und vieles mehr.

Ich möchte mich in diesem letzten Blogpost meiner kleinen unibrennt Serie jedoch mit den positiven Folgen, also den Erfolgen von unibrennt beschäftigen, von denen es mehr gab als allgemein angenommen wird, Lesen Sie mehr »

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#unibrennt oder wie Twitter nach Österreich kam und die Ideologie der Horizontalität

Dieser Post ist Teil der Serie unibrennt wird 5 — Ein Rückblick in 4 Teilen

In der Bewegungsforschung spricht man im Allgemeinen von einem neuen Bewegungszyklus (Brunnengräber), der nach den ehemals neuen sozialen Bewegungen der 70er und 80er155312763-61cc248ff8cb7c0a1ec7d309914c1d5c-4c7f7ca8-scaled Jahre und der Alter-Globalisierungsbewegung der 00er Jahre mit 2009 beginnt. Dabei stellt 2009 nicht nur wegen unibrennt und der gesamteuropäischen Studierendenbewegung den Beginn dar, sondern vor allem auch wegen der so genannten Grünen Revolution im Sommer 2009 im Iran. Teil dieses neuen Zykluses sind dabei selbstverständlich die Bewegungen der ARebellion, die Indignados, Occupy, Diren-gezi, die Boycott-Fifa-Bewegung in Brasilien und viele andere.

Das was alle diese Bewegungen zum Teil eines neuen Zykluses macht, sind ihre ähnlichen Methoden und Strategien: Die Besetzung eines zentralen öffentlichen Ortes, die Forderung nach Demokratisierung, die Verweigerung von Repräsentation, die Anerkennung der eigenen Heterogenität und die intensive Verwendung neuer Kommunikationstechnologien, um nur einige der Merkmale zu nennen.
Es ist die Zugehörigkeit zu diesem Bewegungszyklus, zu dieser neuen Architektur des Protests, Lesen Sie mehr »

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